HAUSÄRZTLICHE VERSORGUNG

Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen

Der Hausarzt spielt eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung akuter und chronischer Erkrankungen. Hausärzte sollen die Patienten als Lotse durch das komplexe Gesundheitswesen leiten und bei Bedarf eine weitere Behandlung veranlassen. Denn durch die langjährige Verbindung kennen die Hausärzte die individuelle Situation ihrer Patienten - die Krankengeschichte sowie das soziale und familiäre Umfeld.

Vorsorgeuntersuchungen

Der Check-up 35 ist gewissermaßen ein "Gesundheits-TÜV": Alle zwei Jahre können Frauen und Männer ab dem 35. Lebensjahr im Rahmen des gesetzlichen Vorsorgeprogramms als Kassenleistung eine Generaluntersuchung zur Früherkennung von eventuellen Krankheiten durchführen lassen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, Risikofaktoren und Frühsymptome einer Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Diabeteserkrankung zu entdecken, noch bevor sie ernste gesundheitliche Probleme bereitet.

Impfmedizinische Beratung

Impfungen richten sich gegen schwere Krankheiten, gegen die auch die moderne Medizin nur stark eingeschränkte oder gar keine Behandlungsmöglichkeiten hat. Impfstoffe sind in diesem Fall die fortschrittlichste Medizin, die wir besitzen. Infektionskrankheiten nehmen dramatisch zu, auch solche, die in Europa vor einigen Jahren nur noch sporadisch aufgetreten sind. Ein Impfarzt führt im Rahmen einer Beratung die Impfanamnese durch, gibt Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen, Erläuterungen zu Nebenwirkungen sowie zur Dauer des Impfschutzes.

Hautkrebs-Screening

Seit 1. Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, das so genannte „Hautkrebs-Screening“. Hierbei wird die gesamte Haut auf auffällige Veränderungen hin untersucht. Bei unklaren oder verdächtigen Befunden erfolgt eine Überweisung zum Dermatologen.

DMP-Programme (für chronische Erkrankungen)

Ein Disease-Management-Programm (abgekürzt DMP) ist ein systematisches Behandlungsprogramm für chronisch kranke Menschen. Mit Hilfe von Disease-Management-Programmen sollen:

  • Patienten, die unter chronischen Krankheiten (wie Koronare Herzkrankheit, Asthma, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Diabetes mellitus Typ II) leiden, durch eine gut abgestimmte, kontinuierliche Betreuung und Behandlung vor Folgeerkrankungen bewahrt werden
  • Haus- und Fachärzte sowie Krankenhäuser, Apotheken und Reha-Einrichtungen koordiniert zusammenarbeiten
  • die Therapieschritte nach wissenschaftlich gesichertem medizinischen Wissensstand aufeinander abgestimmt sein

Psychosomatische Grundversorgung

Die Notwendigkeit einer Psychosomatischen Grundversorgung wird meist unterschätzt. Neurosen, psychosomatische Krankheiten und pathologische Reaktionen auf belastende Lebensereignisse sind die häufigsten Leidenszustände in allen industrialisierten Ländern. Ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung im Erwerbstätigenalter ist seelisch bzw. psychosomatisch krank. Dennoch werden die meisten psychisch und psychosomatisch Kranken erst nach durchschnittlich sieben Jahren erstmals adäquat diagnostiziert und behandelt. Das bestätigt die hohe Verantwortung des niedergelassenen Arztes jeder Fachrichtung für eine sachgerechte Diagnostik und Therapie und begründet die Notwendigkeit, die Psychosomatische Grundversorgung kassenärztlich zu installieren.

Reisemedizinische Beratung

So selbstverständlich wie der Versicherungsschutz im Ausland sollte der Impfschutz sein. Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig, spätestens allerdings sechs Wochen vor Reiseantritt über vorgeschriebene oder empfehlenswerte Impfungen sowie über weitere Krankheits vorbeugende Maßnahmen (z.B.Malariaprophylaxe).

Akupunktur
Was ist Akupunktur?

Die traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen.
Bei der Akupunktur wird mit dünnen Nadeln die blockierte Lebensenergie „Qi“ in den sogenannten Leitbahnen, den Meridianen harmonisiert. Hierdurch lösen sich Blockaden und Störungen auf. In vielen Fällen ist die „Nadeltherapie“ genauso wirksam oder sogar wirksamer als die westliche Therapie.

 

Wobei kann Akupunktur helfen?

  • Akute und chronische Schmerzen, wie z.B. Kopfschmerzen, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Erkrankungen des Bewegungssystems, wie z.B. Bandscheibenvorfall, Schmerzen der Wirbelsäule, Tennisellenbogen, Hüft- und Kniegelenkschmerzen bei Arthrose
  • Neurologische Erkrankungen, wie z.B. Migräne, Nervenschmerzen, Schmerzen bei Gürtelrose, Fazialisparese (Gesichtslähmung)
  • Erkrankungen der Atemwege, wie z.B. Asthma, Heuschnupfen
  • Suchtkrankheiten, wie z.B. Nikotinabusus (Linderung der Entzugssymptomatik),
  • Beschwerden des Verdauungssystems, wie Reizdarmsyndrom, funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Gynäkologische Probleme wie z.B: Menstruationssbeschwerden, Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Erkrankungen im Hals/Nasen/Ohrenbereich wie z.B. chronische Sinusitis, Tinnitus, Hörsturz

 

Wie arbeitet ein Akupunktur Arzt?

Anhand einer ausführlichen Anamnese, sowie der Puls- und Zungendiagnostik stellt der Arzt eine Diagnose nach den Kriterien der traditionellen chinesischen Medizin. An bestimmten Punkten des Körpers werden die dünnen Akupunkturnadeln platziert, wo sie ca. 20 Minuten verbleiben und ihre heilsame Wirkung entfalten, während sich der Patient auf der Liege entspannt. Die meisten Patienten erfahren die Akupunktur als wohltuend, entspannend und oft verblüffend schnell wirksam.

 

Wie lange dauert eine Akupunktur-Behandlung?

Eine Behandlung dauert ca. 30 Minuten. Meist genügen bei einigen Erkrankungen wenige Akupunktursitzungen, bei chronischen Erkrankungen können aber deutlich mehr Behandlungen notwendig sein.

 

Was kostet eine Akupunkturbehandlung?

Bei Kniearthrose und Lendenwirbelschmerzen, die länger als 6 Monate bestehen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. (Hierfür ist jedoch eine ärztliche Dokumentation über den Zeitpunkt und die Länge der Beschwerden erforderlich).
Viele private Krankenkassen und Zusatzversicherungen erstatten die Kosten für Akupunktur und Schmerztherapie.
Bei anderen Beschwerden und wenn ihr Versicherungsvertrag keine eindeutigen Regeln enthält, ist es empfehlenswert, sich mit der jeweiligen Kasse in Verbindung zu setzen.
Die Kosten für Selbstzahler pro Sitzung können Sie bei ihrem Arzt erfragen.

Naturheilkundliche Beratung

Der Begriff Naturheilverfahren bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die u.a. die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen. Als Naturheilkunde werden auch oft Bereiche der Alternativmedizin bezeichnet. Im Gegensatz zu den alternativmedizinischen Heilmethoden lässt sich die Wirkungsweise der eigentlichen Naturheilkunde oft wissenschaftlich belegen.
Zur „klassischen“ Naturheilkunde zählen u.a. im Allgemeinen die folgenden Naturheilverfahren:

  • Phytotherapie
  • Hydro-, Balneo- und Klimatherapie
  • Bewegungstherapie
  • Ernährungstherapie
  • Ordungstherapie
  • Entspannungsverfahren.

Ernährungsmedizin

Unser Spektrum der Ernährungsmedizin umfasst die gesamte Bandbreite ernährungsbedingter Problematiken wie z. B.:

  • Adipositas/Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Diabetes
  • Fettleber
  • Hypertonie
  • Gicht
  • Rheuma
  • Arthrose
  • Magen-/Darmerkrankungen
  • Mangelernährung
  • spezifische Empfehlungen bei Tumorerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.